Runge-Gymnasium Wolgast

DDR - Stunde

Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und Reisen wohin man möchte, all das ist für uns heute selbstverständlich. Doch das war nicht immer so. Denn noch vor ungefähr zwei Jahrzehnten konnten Menschen hier in Deutschland, die ihre Meinung äußerten, dafür überwacht, bestraft, eingesperrt oder sogar erschossen werden. Von 1949 bis 1990 existierte im Nordosten Deutschlands ein Staat, den wir alle, zumindest aus Erzählungen, kennen – die Deutsche Demokratische Republik.

Für Schüler, die selbst nie unter diesem Regime lebten, ist es schwierig sich in das damalige System hineinzuversetzen. Um uns Jugendlichen dies zu erleichtern, besuchte Herr Skibbe, ein ehemaliger Lehrer aus Wolgast, die 10. Klassen im Juni 2010. Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes berichtete er über das Leben eines DDR Bürgers. Zusammen mit den Schülern wurden Vor- und Nachteile der SED Führung erarbeitet. Besonders intensiv erläuterte er die Arbeit des „Neuen Forums“, dessen Mitbegründer er war. Doch auch auf das damalige Schulsystem ging er ein und berichtete von Nachteilen einzelner Schüler aufgrund ihrer religiösen Einstellung. Ein weiteres Thema seines Vortrages waren die Diskriminierungen am Arbeitsplatz.

Nahezu alle Schüler waren von den spannenden Ausführungen des ehemaligen Lehrers begeistert und bedankten sich am Ende mit einem Blumenstrauß.



Artikel: Anna Delatowski & Wanda Gudusch