Runge-Gymnasium Wolgast

Studienfahrt 2007 nach Trier


Montag, den 15.10.2007


Abfahrt: 6.00 Uhr
Ankunft: 18.38 Uhr


Am Montag um 6 Uhr war es soweit, endlich ging die Studienfahrt los. Unsere Truppe machte sich dabei auf den Weg nach Bitburg in eine ehemalige US-Kaserne, die heute aber, zumindest von US-Soldaten, unbesetzt ist. Voller Freude, und doch mit kleinen, müden Augen waren alle Schüler sowie Lehrer pünktlich anwesend und der Kleinbus des Reiseunternehmens „Reisecenter Schmidt“ inklusive Personen konnte seine Reise gen Süd-Westen antreten.
Der Kleinbus wurde gelenkt von Sebastian, einem jungen und sehr amüsanten Busfahrer. Er brachte uns in knapp 3 Stunden souverän von Wolgast auf einen Rastplatz auf der A10 (Berliner Ring). Dort wurden Bus und, ganz wichtig, Gepäck gewechselt. Auch wir, die Insassen, mussten umsteigen. Diese Aktion war notwendig, da den Tag vorher wohl ein Bus ausgefallen ist. Uns hat das nichts gemacht, wir waren ganz gut drauf (mehr oder weniger).
Unseren neuen Bus, einen größeren mit mehr Bein- und Bauchfreiheit, lenkte dann André, ein sehr netter Busfahrer mit einem sehr angenehmen Fahrstil, also keinen Schlangenlinien usw. André sollte wohl der Busfahrer für die ganze Woche sein, es kann also lustig werden. Während unserer Fahrt legten wir die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen für den Busfahrer, sowie die lungengeforderten Pausen für die Raucher ein. Wir merkten schnell, dass solch eine Busfahrt sehr teuer werden kann, denn für jeden Toilettenbesuch sind 50Cent fällig und auch eine Bockwurst kriegt man kaum unter 2,50€. Aber man hat ja nur einmal im Leben Studienfahrt von der Schule aus, da kann man ruhig einmal prassen.
Wir hatten aber dennoch Glück, denn es waren kaum Staus auf der Strecke, wir hatten weitestgehend freie Fahrt und mit „Karacho ohne Tacho“ ging es auf den deutschen Autobahnen schnell ans Ziel. Wobei schnell relativ ist, denn wir waren erst nach 12 Stunden und 38 Minuten Fahrzeit am Ziel. Also genau 18.38 Uhr.
Dann ging es an die Zimmeraufteilung und die ging, wir wunderten uns, ohne Schläge über die Bühne. Anschließend gab es Abendbrot, da wir anscheinend die letzten Ankömmlinge waren, gab es für uns die Reste von Nudeln, Tomaten- und Gulaschsoße. Auch war ein Salatbuffet aufgebaut für die auf-ihre-Figur-Achtenden. Es schmeckte, auch weil das Abendessen eine gute Abwechslung zu den 5 Bockwürsten auf der Fahrt war.
Nach dem Abendessen erhielten wir Freizeit und jeder konnte machen was er wollte. Es wurde gepokert, Billard gespielt, Tischtennis gezockt oder der erfolgreiche Tag an der Bar begossen. Dann ging der heutige Tag zu Ende, für einige früher für andere später. Morgen soll die Brauerei Bitburg auf dem Plan stehen. Bis Morgen!


Dienstag, den 16.10.2007


Am diesem Morgen wurde das Frühstücks-Büffet um 8.30 Uhr eröffnet und höre und staune, es waren alle anwesend. Manchen von uns sah man die Nacht an, manchen auch nicht, aber es war egal, Hunger hatten alle den gleichen. Und so enthielt das Frühstücksbuffet für jeden etwas. Es gab Brötchen, allerdings nur eine Sorte (helle), dann Wurst, Käse, Fruchtcocktail, diverse Marmeladen, Nutelle, Pflaumenmus usw. So war für jeden Geschmack und jede Lebenseinstellung das passende da. Und es wurde dann auch fleißig geschlemmt, denn es sollte ja der große Ausflug nach Bitburg folgen. Also in die Brauerei, die etwa 5km von der Jugendherberge entfernt war. Dort angekommen wurde uns die heutige Führerin durch die Brauerei vorgestellt, eine in grün, wie sollte es auch anders sein, gekleidete Frau mittleren Alters. Sie zeigte uns erst einen Film, der nur die besten Seiten der Bitburger-Brauerei hervorhob und alles rosa malte, dann gab sie uns eine Führung durch die Produktionshallen. Es war sehr interessant, viele große Maschinen, dafür wenige Arbeiter. Uns wurde erzählt dort arbeiten 1000 Leute, wir sahen bloß ca. 20. Vielleicht versteckten sich die anderen aber auch bloß vor den sensationshungrigen Touristen(uns). Wer weiß, wer weiß.
Nach der Besichtigung ging es zum Bit-Boulevard, einer Gaststätte wo wir unsere Bit-Gutscheine einlösen konnten. Ja, wir hatten von der netten Führerin je Person einen Gutscheine à 5 Biere gekriegt. Mit diesem Gutschein durften aber auch alkoholfreie Sachen bestellt werden, Voraussetzung: das Getränk musste zur Bitburger-Holding gehören. So konnten auch Gerolsteiner oder Köstritzer Schwarzbier bestellt werden. Es war also für jeden etwas dabei. Sogar unser Busfahrer kam zum Vergnügen mit einem Bit Alkoholfrei. Nach dem „Abtrinken“ der Gutscheine ging es dann an die wohlverdiente Freizeit der Schüler, jeder konnte wieder machen was er wollte. Einige fuhren um 14 Uhr mit dem Bus zur Kaserne zurück, andere blieben im Bit-Boulevard. So verbrachten alle individuell ihren Nachmittag und wir sahen uns erst alle zum Abendessen wieder.
Diesmal gab es mehr als Reste, ein China-Day stand auf dem Plan. Somit gab es Reis oder eine schöne Nudelpfanne mit Gemüse, um zu wissen was dort genau drin war, müssten wir in anderen Längengeraden wohnen. Geschmeckt hat es auf jeden Fall. Natürlich war auch wieder ein Salatbuffet eröffnet. Somit war für das leibliche Wohl gesorgt. Wem dies alles nicht zusagte, konnte sich an den Süßigkeitenautomaten in der Lobby etwas „ziehen“. Nach dem Abendbrot waren die Vorträge vorbereitend auf den morgigen Ausflug nach Trier dran. Es waren Vorträge über verschiedene Bauwerke zu hören, darunter über die Thermen und die Porta Nigra. Alle hörten interessiert zu, na gut, einige wohl weniger. Aber dafür sind wir ja morgen live in Trier. Wird bestimmt aufschlussreich.
Die Vorträge waren etwa nach einer Stunde beendet und wir konnten uns wieder an die „individuelle Freizeitgestaltung“ machen. So wurde wieder gepokert, „gebillardet“ und „getischtennist“. Manche schliefen auch, nach den anstrengenden Stunden im Bit-Boulevard. Offiziell war um 23 Uhr „Polizeistunde“ hier in der Jugendherberge, wann die letzten verschwunden waren, weiß der Fuchs, wenn überhaupt. Gute Nacht!


Mittwoch, den 17.10.2007


Heute Morgen sah man viele lange und müde Gesichter. Wer es auf den gestrigen Tag und die Gutscheine schiebt, hat wahrscheinlich keine Ahnung. Es lag doch nur am frühen Aufstehen, denn 9 Uhr sollte unser Bus gen Trier abfahren. Und er schaffte es doch tatsächlich. Davor gab es wieder Frühstück, aber darüber braucht man heute nichts schreiben, denn das wäre eine Wiederholung des Geschriebenen von gestern. Es gab haargenau dasselbe. Gut, die Brötchen waren sicher nicht mehr von gestern, aber sonst, gleiche Stelle, gleiche Welle.
Um 9 Uhr folgte dann wie schon erwähnt die Abfahrt nach Trier, nach einer halben Stunde waren wir dann in der ältesten Stadt Deutschlands. Es war irgendwie beeindruckend. Wir suchten uns einen Busparkplatz und raus ging es. Unsere erste Station war die Porta Nigra, ein schwarzes Tor, ehemals Stadttor der alten Stadt Trier. Heute nur noch Sehenswürdigkeit, denn um es realistisch zu machen, fehlten einfach die Römer. Wir haben leider keinen mehr blicken können. Dort an diesem Tor trafen wir dann auch unsere Führerin für den heutigen Tag. Eine nette, sehr kompetente und redefreudige Dame. Sie erzählte uns eine Menge über Trier und die ganzen Sehenswürdigkeiten, egal aus welcher Zeit und an welchem Ort. So sahen wir z.B. die Kaisertherme, das Wohnhaus Karl Marx, die Basilika und weitere alte Gebäude oder Ruinen. So brauchte es z.B. für die Kaisertherme viel abstraktes Denkvermögen, da nicht mehr viel erhalten war. Nur ein paar Mauern und Kellergänge für die Sklaven. Dort sind wir auch langgegangen und man fühlte sich wirklich klein und erdrückt, das wäre kein Leben für uns gewesen. Obwohl, so wir drauf waren, wäre für uns eh nur das Amphitheater in Frage gekommen. Guten Appetit ihr Löwen!
Nach der guten zweistündigen Stadtführung hatten wir Freizeit und durften uns in Trier frei bewegen. Die meisten nutzen dies zum Shoppen, einige zum Stadtbummel auf der Suche nach Essen. Wie auch immer, wir durften uns bis 17 Uhr frei bewegen und es wurden einige Schnäppchen gemacht, da Trier eine sehr lange Fußgängerzone mit sehr vielen Geschäften hat. So sind dort z.B. Karstadt, C & A, Saturn usw. versammelt. Ein Paradies für Mädchen und teils für Jungs. Zufrieden fuhren wir dann 17 Uhr wieder nach Hause bzw. zur Kaserne. Dort gab es dann postwendend Abendbrot, diesmal Gegrilltes. Es ist also zu sehen, dass das Abendessen abwechslungsreicher war als das Frühstück, was aber gut war. Eintönigkeit ist nämlich langweilig. Über das Gegrillte schweigen wir lieber, es sah naja, an manchen Stellen sehr schwarz aus. Ansonsten war der Kartoffelsalat lecker, falls es welcher sein sollte. Aber das Grillfleisch war wirklich nicht genießbar. Die Grillwurst hingegen konnte man essen.
Nach dem Abendbrot gab es wieder das schon bekannte Kapitel „individuelle Freizeitgestaltung“. Einige gingen zur hauseigenen Disco, andere guckten auf dem großen Flachbildfernseher das schreckliche Fußballspiel Deutschland gegen Tschechien. Darüber schweigen wir auch lieber. Der Abend ging, man kann es auch erraten, wir immer zu Ende. Wann heute der letzte verschwunden ist, keine Kennung. Morgen fahren wir nach Luxemburg, mal schauen wie es im europäischen Ausland so aussieht. Wir haben auf jeden Fall schon unsere Portemonnaies dabei, für neue Konten. Bis morgen!