Runge-Gymnasium Wolgast

Schulgeschichte

Anfänge


Die Tradition des Wolgaster Gymnasiums reichen bis mindestens 1785 zurück: Der Lehrer von Philipp Otto Runge, Gotthard Ludwig Kosegarten, führte die von der schwedischen Regierung geforderte Schulreform durch.

Im Sommer 1856 wird mit dem Bau des neuen Schulhauses am Lustwall begonnen. Wilhelm Homeyer, Kaufmann und Kommerzienrat, gab der Schule dafür 5000 Taler. Deswegen erhielt das Gebäude ihm zu Ehren am 8. Oktober 1857 den Namen „Wilhelmschule“.

Weitere Entwicklung bis heute


Im Jahre 1870 legten zwei Schüler zu Ostern das erste Abiturexamen ab. 1924 führte man eine moderne Fremdsprache ein, denn Latein erwies sich dafür als nicht geeignet. Durchschnittlich neun bis zehn Schüler verließen die „Wilhelmschule“ mit dem Reifezeugnis von 1926 bis 1936. Die ersten Mädchen wurden 1931 aufgenommen, dies geschah im Zuge der Reformpädagogik der Weimarer Republik.

1936 erhielt jeder Klassenraum 3 anstatt bisher 2 Fenster und die Baracke mit 2 Unterrichtsräumen wurde erbaut. Ein Jahr später vollzog sich der Ausbau des Nordflügels der Schule für den naturwissenschaftlichen Unterricht Im Jahre 1941 hat die Schule 12 Lehrkräfte, 2 Hausmeister, 89 Schüler und 47 Schülerinnen. Im Dezember 1943 führte aufgrund des Bombenangriffe auf Peenemünde die Evakuierung der Schule nach Wiek, Rügen, und am Ende des darauf folgen Jahres nach Heringsdorf und Ahlbeck durch. In den ersten Oktobertagen von 1945 wurde der planmäßige Unterricht wieder aufgenommen.

Mit der Gründung der DDR wurden alle leistungsstarken Schüler nach der 8.Klasse zu der Oberschule am Lustwall geschickt. Dort gab es auch einen sprachlichen und naturwissenschaftlichen Zweig. Zwei Jahre später legten 15 Schüler die Reifeprüfung ab. Zehn Jahre danach, 1957, wurde dann die Schulgeldfreiheit verwirklicht. Später nannte sich dann die Oberschule EOS (Erweiterte Oberschule). 1985 wurden 2830 Wolgaster Schüler an sechs Schulen unterrichtet, die Klassenstärke betrug 26 Schüler. Ab 1991 war die Sekundarstufe I siebenzügig. Das Wolgaster Gymnasium war das größte in ganz Ostvorpommern.

Rüdiger Kurzmann und Manfred Mantzke gründeten den Jugendchor des Gymnasiums. Schon in den 20er Jahren genoss der Chor der Wilhelmschule sehr großes Ansehen. Seit 1994 finden die beliebten Weihnachtskonzerte in der Petrikirche statt. Unter der Leitung von Herrn Mantzke entwickelten sich die Schülerbands mit wechselnden Namen weiter. 1993 erreichte sie das Bundesfinale „Junge Musikszene Berlin“.

1996 kamen dann die 5. und 6. Klasse als Orientierungsstufe zum Gymnasium dazu. Die Schülerzahl stieg auf über 1000 und deswegen wurden sie an der Schule am Kirchplatz bis Juli 2003 unterrichtet.

Im Jahr 2001 wurde kein Abitur abgelegt, weil das 13. Schuljahr eingeführt wurde. Am 14. Juli 2001 bekam die Schule nach einer Befragung aller Schüler den Namen Runge-Gymnasium Wolgast.

2002 nimmt die Schule Verbindung mit der schwedischen Schule in Sölvesborg auf. Ab 2004 begann das Comenius-Projekt.

Aktuelles und Zukünftiges


Das Blockstundensystem (ein Unterrichtsfach 90 Minuten Unterricht am Stück anstatt zweimal 45 Minuten) wurde 2006/2007 eingeführt.

Die letzte 13. Klasse wird ihr Abitur 2008 ablegen.

Um 2007/2008 sollen das Runge-Gymnasium und die Berufliche Schule wegen Schülermangels zum Runge-Zentrum verbunden werden. Denn nach der Wende sank die Geburtenrate wegen der sozialen Unsicherheit auf ein Drittel.

Siehe auch die Galerie zur Schulgeschichte.